Bei der Reinwasserreinigung wird Leitungswasser so aufbereitet, dass ein großer Teil der gelösten Mineralien und Salze entfernt wird. Dieses entmineralisierte Wasser eignet sich besonders für die Reinigung größerer, außenliegender Glasflächen, Fassadenelemente und Solarmodule.
Wie wird Reinwasser hergestellt?
Je nach Anlage wird das Wasser durch Umkehrosmose, Ionenaustausch oder eine Kombination verschiedener Filterstufen aufbereitet. Dabei werden Mineralien reduziert, die nach dem Trocknen normalerweise Kalkflecken oder sichtbare Rückstände hinterlassen können.
Wie läuft die Reinigung ab?
Das aufbereitete Wasser wird über Schläuche zu einer wasserführenden Teleskopstange geleitet. Eine weiche Bürste löst Schmutz von Glas, Rahmen und geeigneten Fassadenflächen. Anschließend wird mit Reinwasser nachgespült. Auf passenden Oberflächen kann das Wasser ohne klassisches Abziehen weitgehend rückstandsfrei trocknen.
- Verschmutzung und Oberfläche vorab prüfen
- Flächen mit Reinwasser und Bürste bearbeiten
- gelösten Schmutz gründlich abspülen
- Fläche kontrolliert abtrocknen lassen
- Ergebnis nach der Trocknung prüfen
Welche Vorteile bietet die Reinwassertechnik?
Mit Teleskopstangen lassen sich viele höher gelegene Außenflächen vom Boden aus erreichen. Das kann den Einsatz von Leitern oder Hubtechnik reduzieren. Gleichzeitig kommt das Verfahren bei geeigneten Verschmutzungen mit wenig oder ohne zusätzliches Reinigungsmittel aus.
Die Methode ist besonders interessant für regelmäßig gereinigte Glasfassaden, große Fensterflächen, Wintergärten und bestimmte Solaranlagen. Bei der professionellen Fensterreinigung wird geprüft, ob Reinwasser für das jeweilige Objekt geeignet ist.
Wann reicht Reinwasser allein nicht aus?
Starke Kalkablagerungen, Zementreste, Farbe, Klebstoffe oder fettige Verschmutzungen lassen sich nicht immer allein mit Reinwasser entfernen. Solche Rückstände benötigen gegebenenfalls eine geeignete Vorbehandlung. Auch empfindliche Beschichtungen und unbekannte Materialien sollten zunächst an einer unauffälligen Stelle geprüft werden.
Für welche Flächen eignet sich das Verfahren?
Typische Einsatzbereiche sind außenliegende Fenster, Glasdächer, Fassadenverglasungen, Rahmen und geeignete Solarmodule. Voraussetzung sind eine sichere Zugänglichkeit und Oberflächen, die das verwendete Bürsten- und Wasserverfahren vertragen.
Reinwasserreinigung ist damit keine Lösung für jede Verschmutzung, aber ein effizientes und materialschonendes Verfahren für viele größere Außenflächen.