Glas­rei­ni­ger sind nicht grund­sätz­lich unge­eig­net. Ent­schei­dend sind das Pro­dukt, die rich­ti­ge Dosie­rung und die zu rei­ni­gen­de Ober­flä­che. Zu viel Rei­ni­gungs­mit­tel kann Rück­stän­de und Schlie­ren hin­ter­las­sen, wäh­rend ein unge­eig­ne­tes Pro­dukt Beschich­tun­gen, Rah­men oder Dich­tun­gen beein­träch­ti­gen kann.

War­um trotz Glas­rei­ni­ger Schlie­ren ent­ste­hen kön­nen

Vie­le gebrauchs­fer­ti­ge Rei­ni­ger ent­hal­ten Ten­si­de, Duft­stof­fe oder ande­re Zusät­ze. Wird zu viel davon ver­wen­det oder mit einem bereits gesät­tig­ten Tuch gear­bei­tet, bleibt ein fei­ner Film auf dem Glas zurück. Bei Son­nen­licht wird die­ser als Schlie­ren sicht­bar.

Auch stark ver­schmutz­te Rah­men, unge­eig­ne­te Mikro­fa­ser­tü­cher und zu war­mes Glas kön­nen das Ergeb­nis beein­flus­sen. Des­halb soll­ten Rah­men und Glas­flä­chen mit sau­be­ren, getrenn­ten Arbeits­mit­teln behan­delt wer­den.

Wel­che Metho­de eig­net sich?

Für nor­ma­le Innen­fens­ter genügt häu­fig Was­ser mit einem spar­sam dosier­ten, geeig­ne­ten Rei­ni­gungs­mit­tel. Anschlie­ßend wird die Schei­be mit einem pro­fes­sio­nel­len Abzie­her gleich­mä­ßig abge­zo­gen und an den Rän­dern nach­ge­trock­net.

Bei gro­ßen Außen­flä­chen kann eine Rein­was­ser­rei­ni­gung sinn­voll sein. Das auf­be­rei­te­te Was­ser trock­net auf geeig­ne­ten Flä­chen weit­ge­hend rück­stands­frei ab. Vor­her müs­sen Mate­ri­al, Beschich­tun­gen und Ver­schmut­zungs­art geprüft wer­den.

Vor­sicht bei beschich­te­ten und emp­find­li­chen Ober­flä­chen

Nicht jedes Glas und nicht jeder Rah­men ver­trägt das­sel­be Ver­fah­ren. Bei Son­nen­schutz­be­schich­tun­gen, Foli­en, Acryl­glas oder emp­find­li­chen Rah­men soll­ten immer die Pfle­ge­hin­wei­se des Her­stel­lers beach­tet wer­den. Scheu­er­mit­tel und har­te Klin­gen kön­nen Krat­zer ver­ur­sa­chen und sind nicht für jede Ober­flä­che geeig­net.

Die rich­ti­ge Aus­sa­ge lau­tet daher nicht „kei­nen Glas­rei­ni­ger benut­zen“, son­dern: Rei­ni­gungs­mit­tel gezielt, spar­sam und pas­send zum Mate­ri­al ein­set­zen.